Soulfighter

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Capoeira ist eine afro-brasilianische Kampfkunst, deren erste Nachweise ins 18. Jahrhundert zurückgehen. Capoeira entstand aus einem Konglomerat verschiedener traditioneller Bewegungselemente der afro-brasilianischen Sklaven, deren Grundlagen bis heute erhalten worden sind, auch wenn viele neue Facetten hinzukamen. Das Spiel der Capoeira, genannt jogo, findet zwischen zwei Capoeiristas statt, innerhalb eines schützenden Kreises, genannt roda, der anderen Spieler. Mit in diesen Kreis integriert, sitzt oder steht eine Gruppe von Capoeiristas, die die traditionellen Musikinstrumente der Capoeira spielen… Für weitere Informationen lesen Sie gerne meine Bachelor-Arbeit über  „Das erste internationale Capoeira-Event in Palästina„.

Die Geschichte der Capoeira ist geprägt von dem Kampf der Sklaven um ihre Freiheit. In den Liedern wird sich immer wieder auf die afrikanischen Wurzeln bezogen, auf die Überfahrt der Sklaven nach Südamerika und ihren Widerstand gegen die Kolonialmächte. Capoeira hat die körperliche Komponente des Trainings und Spiels, die Musik und eine Philosophie, die sich aus ihrer Geschichte heraus entwickelt hat. Seit fünf Jahren trainiere ich in der Hamburger Capoeira Gruppe Capoeira Arte Jogando und seit ein paar Jahren besteht die Idee eines Sozialprojektes. Mit Soulfighter sollen nun unsere Ideen, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben, in einem Verein Platz finden und verwirklicht werden. Seit dem 11.09.2015 sind wir regelmäßig im Erstaufnahmelager Schnackenburgallee (Hamburg Bahrenfeld) und trainieren, spielen und singen mit den Menschen vor Ort. Bei der Diskussion um unser Mission Statement merkten wir wie befremdlich es für uns ist von „Flüchtlingen“ zu reden und damit die Menschen auf ihre Flucht zu begrenzen. Die Beschreibung eines „Botschafters“ erschien uns viel passender, da es deutlich macht, wie wertvoll all die Geschichten sind, die jeder Mensch in sich trägt.